Fertigung Vorrichtungsbau

Rubrik: Qualitätsmanagement

Fertigung Vorrichtungsbau

Die UWF GmbH mit Sitz in Allersberg, südlich von Nürnberg, besteht seit 1984 und agiert in der Fertigung Vorrichtungsbau sowie im Maschinen- und Anlagenbau. Eine hohe Termintreue hat Priorität. Es wird viel Wert auf ein ordentliches Arbeitsumfeld und einen strukturierten Fertigungsprozess gelegt.

Für Durchblick sorgen – mit dem passenden ERP-System

In der Fertigungshalle findet man Regale mit detaillierten Beschriftungen, Wege sind markiert und jedes Fertigungsteil durchläuft den Fertigungsprozess mit einer Arbeitskarte. Zusätzlich informiert ein großer Monitor alle Mitarbeiter über die aktuellen Aufträge und deren Status. Möchte man in der Einzelteilfertigung größtmögliche Qualität in einem kleinstmöglichen Zeitraum erreichen, liegt der Schlüssel des Erfolges in der Transparenz der Abläufe. Diese Transparenz kam bei der UWF GmbH mit der Einführung des ERP-/PPMS-Systems Segoni.Futur in das Unternehmen. Nachdem in der Vergangenheit mit einfacherem Softwarelösungen gearbeitet wurde, wechselte die UWF GmbH 2014 zu Segoni und arbeitet erstmals mit einer Betriebsdatenerfassung (BDE).

Das Zeil war die Datenerfassung von Ist-Werten aus der Produktion für die mitlaufende Produktion. “Die BDE-Oberfläche ist sehr gut aufgebaut. Intuitiv und einfach, sodass jeder weiß, was zu tun ist. Alleine diese Tatsache erleichtert es uns, Akzeptanz für das System im Unternehmen zu schaffen.”, kommentiert der technische Leiter Jürgen Ehemann. Nachdem der Umgang mit Segoni.Futur routinierter war, wurden auch die Vorteile der neuen Arbeitsweise deutlich. Die Grundschulungen, bei denen die Mitarbeiter am eigenen Arbeitsplatz die Handhabung der Software erlernten und somit verstanden, dass diese ihnen ein wesentlich eigenverantwortliches Arbeiten ermöglicht, waren hierfür von großer Bedeutung.

Das ERP-/PPMS-System selbst muss in der Anfangszeit zunächst mit Daten angereichert werden. UWF-Geschäftsführer Robert Weichenmeier nutzte diese Phase der Umstellung gleichzeitig zur Optimierung der Organisation des gesamten Unternehmens in Form einer Betriebsberatung durch Segoni. Diese zeigte ungenutzte Potentiale im Unternehmen auf. Vor allem war die Beratung aber darauf ausgerichtet, das ideale Zusammenspiel zwischen Software und physischem Betrieb zu Formen. Gemeinsam wurde eine Richtlinie erstellt, die die Bedürfnisse des Unternehmens abdeckte. Die Unternehmensberatung ging dabei auf unterschiedliche Aspekte ein, von der Stundensatzermittlung über die Mitarbeiterführung und Aufgabendelegation bis hin zu so banal erscheinenden Dingen wie beschriftete Regale. Robert Weichenmeier erinnert sich: “Etwa sechs Monate nachdem Segoni eingeführt wurde, sind wir nahtlos in die Fertigung übergegangen – Regale, Kisten, Wege wurden ausgewiesen. Das war ein gutes Zusammenspiel, mit dem wir arbeiten konnten.“

Eine der größten Veränderungen mit Segoni: die Nachkalkulation

Rückblickend sieht Jürgen Ehemann die größte Veränderung, die das PPMS mit sich brachte, bei den Themen ‚Einblick in die Fertigung‘ und Nachkalkulation. „Wir haben eine wesentliche Erleichterung in der Arbeitsvorbereitung. Wir erzeugen Standardkarten, und trotzdem weiß jeder sofort, was zu tun ist.“

Schon immer wurde bei der UWF GmbH sehr großer Wert auf die Kundenzufriedenheit gelegt. Für Robert Weichenmeier, der die Geschäftsführung von seinem Vater Willi Weichenmeier übernahm, war es äußerst wichtig, diese Tradition beizubehalten und an die erschwerten Voraussetzungen der heutigen Zeit anzupassen. Immer kurzfristigere Anfragen, Terminverschiebungen der Kunden, verspätete Zulieferungen und krankheitsbedingte Ausfälle von Werkern müssen kompensiert werden. Die heutige Transparenz im Unternehmen erleichtert es dem Geschäftsführer, seine Ansprüche, auch bei einer immer dichteren Terminsituation, gerecht zu werden. In der PPMS-Lösung hat man ständig einen Überblick über die Fertigungsstände. Weichenmeier bezeugt: „Alle Kunden wünschen sich eine proaktive Mitteilung über den Fertigungsstand. Wir sind ein A-Lieferant, unsere Kunden erwarten das von uns auch.“

In Zukunft wird auch bei UWF das Thema Fachkräftemangel eine Rolle spielen. Hier profitiert der Ausbildungsbetrieb von der proaktiven Herangehensweise der Geschäftsleitung, die sehr bemüht ist, die internen Abläufe in Richtung Automation zu optimieren. „Momentan sind darauf fokussiert, unsere Projekte und unsere Werkzeuge zu standardisieren, und im nächsten Schritt müssen wir sehen, inwiefern wir unsere Prozesse auch automatisieren können“, erläutert Jürgen Ehemann.

Ähnlich wie bei diesem Thema will man auch mit Segoni.Futur am Ball bleiben. Nachdem die ERP-/PPMS-Lösung jetzt schon einige Zeit fester Bestandteil der täglichen Vorgänge im Unternehmen ist, möchte UWF auch in Zukunft regelmäßig Schulungen in Anspruch nehmen. Segoni ist sich einig, dass momentan nur ein Bruchteil aller Funktionen genutzt wird. Der hohe Anspruch an die eigenen Leistungen deutet auch weiterhin auf eine erfolgreiche Zukunft für den Fertigungsbetrieb hin.

 

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